Die Pferde

Hier stelle ich euch Pferde vor, die mich bei meiner Arbeit begleiten.

Pandora ist mein Deutsches Reitpony, das am 5. April 1991 geboren ist. Sie ist mein Seelenpferd und die beste Lehrmeisterin, die man sich vorstellen kann. Ich bin unendlich dankbar, dass wir schon so lange einen gemeinsamen Weg gehen dürfen. Pandora war meine Reitbeteiligung, als ich 14 Jahre alt war. Zwei Jahre später habe ich sie von meinem Konfirmationsgeld gekauft und ich bildete sie über Jahre aus. Pandora ist ein eher introvertiertes Pferd, das alles richtig machen möchte. Sie verträgt nur wenig Druck und ist sehr fein zu reiten. „Panda“ muss und musste früher wie heute für so ziemlich alles herhalten: Ausritte, Wanderritte, Springen, Dressur, Horsemanship, Freiheitsdressur.
Das Jahr 2017 war kein gutes Jahr für uns. Nach einem Schlag auf Pandoras Sprunggelenk bekamen wir die Entzündung nicht mehr in Griff – am Ende stand ich vor der Entscheidung einer Not-OP oder Einschläfern. Pandora war zu dem Zeitpunkt 26 Jahre alt und organisch kerngesund. Ich gab ihr die Chance – auch wenn sie nur bei 50 Prozent lag und ohne Garantie, dass sie je wieder Laufen würde. Das zähe Mädchen steckte die OP überraschend gut weg und die lange Reha begann – mit genauem Bewegungsplan, später mit Equikinetic. Heute ist sie wieder in allen Gangarten reitbar und hat im Juni 2018 ihre erste Equikinetic-Demo sowie eine Vorführung am Langen Zügel beim Sommerfest der Reitacademie in Oberderdingen absolviert. Zudem war ich in diesem Jahr auf zwei Fortbildungen mit ihr. Hoffentlich bleiben wir noch lange zusammen!

Falco, geboren 2002, steht im gleichen Stall wie Pandora und ich begann mit ihm zu arbeiten, als Pandora in der Reha war. Ich hatte Entzugserscheinungen nach Dressurreiten und Falco war zu der Zeit unterbeschäftigt. Er ist weit ausgebildet, aber bei Weitem nicht mit so viel „Go“ ausgestattet wie meine Pandora. Bei der Bodenarbeit hatte er wenig Motivation und je mehr Druck man ausübt, desto weniger macht er mit. Für mich war es eine willkommene Challenge, ihn zu knacken. Falco sprang besonders gut auf die Zeitsysteme in der Dualaktivierung an. Zudem half ihm das Gehirnjogging, sich besser zu koordinieren. In seiner Anfangszeit in Deutschland (er wurde importiert) legte er sich im Gelände mehrfach samt Reiter auf die Nase, weil er seine Beine verknotete. Ich arbeite viel mit ihm am Boden in Dualaktivierung und startete später am Langen Zügel. Inzwischen arbeitet er motiviert mit und ich habe richtig Spaß mit ihm.

Sandor, Haflinger-Wallach, 1997 - 2019: Während meiner Trainerausbildung bei Michael Geitner musste Sandor, der Haflinger meiner Freundin Ina als Versuchskaninchen herhalten. Seine Besitzerin ritt ihn fast ausschließlich ins Gelände und war froh, dass er ab und zu mit mir bei Equikinetic turnen oder bei Dualaktivierung seine Synapsen verkabeln durfte. Haflingertypisch hat Sandor den Pausenpieps nach ein oder zwei Trainingseinheiten verstanden und war durch die Zeitsysteme sehr leicht zu motivieren. Vom Typ her war er ein sehr fleißiger Vertreter seiner Rasse. Sandor ließ sich außerdem total schön Longieren und beherrschte die Dehnungshaltung am Kappzaum aus dem FF. Bodenarbeit machte mit ihm auch großen Spaß, so dass ich mit ihm sehr gerne als Urlaubsvertretung etc. arbeitete. Sandor mussten wir im November 2019 nach einem Riss im Herzmuskel gehen lassen. Wir vermissen ihn sehr.